Chronik rechter Gewalt.

Morddrohungen gegen CSU-Bundestags­abgeordneten

Ende April werden in einer Rosenheimer Telegrammgruppe von Unternehmer*innen Morddrohungen gegen den Bundestagsabgeordneten der CSU Alexander Radwan geäußert. Radwan hatte der „Bundesnotbremse“ zur Senkung der Coronainfektionen zugestimmt. Die Äußerungen nehmen dabei Bezug auf den Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke im Juni 2019.

Quelle: BR24

Angriff auf Geflüchtetenunterkunft

Bislang unbekannte Täter werfen eine Bierflasche und einen faustgroßen Stein durch die Türscheibe eines Hauses, in dem geflüchtete Familien leben. Ein Zeuge hört in der Nacht nationalsozialistische Parolen. Laut einem Zeitungsbericht leben die Familien und insbesondere die Kinder seit der Tat in Angst.

Quelle: Allgäu rechtsaußen

Bedrohung durch Messer im Briefkasten

Eine Frau, die von zahlreichen rassistischen und antimuslimischen Anfeindungen durch ihre Nachbar*innen berichtet, findet ein Messer in ihrem Briefkasten vor. Die Frau fühlt sich durch das Messer sehr bedroht. Sie berichtet darüber hinaus von zahlreichen rassistischen Anfeindungen und Herabsetzungen durch ihre Nachbar*innen, denen sie ausgesetzt ist. Rassismus und Antisemitismus sind ihrer Wahrnehmung nach in ihrer Nachbarschaft weitgehend normalisiert und es herrscht eine rechte Grundstimmung vor.

Quelle: Schilderung der Betroffenen

Rassistischer Angriff mit Metallstangen

Wie erst anlässlich des Gerichtsprozesses gegen den Täter am 29. März 2021 bekannt wurde, kam es am 13. Juni 2020 zu einem rassistisch motivierten Angriff auf eine Familie am Goldbergsee in Coburg. Nachdem die Familie eine Gruppe mehrerer Personen gebeten hatte ihre freilaufenden Hunde anzuleinen, beleidigte die Gruppe die Familie rassistisch und griff sie mit Metallstangen an. Ein Betroffener wurde mit einer Metallstange mehrfach geschlagen und erheblich verletzt.

Quelle: In Franken

Nachbar*innen rassistisch beleidigt

Am 28.02.2021 beleidigt ein Mann laut Angaben der Polizei seine Nachbar*innen massiv rassistisch und beschädigt ihren Briefkasten. Die eingesetzten Polizeibeamt*innen werden von dem Mann ebenfalls beschimpft, weshalb er kurzzeitig in Gewahrsam genommen wird.

Quelle: Allgäu Rechtsaußen

Demonstrations­beobachter wird bedroht

Nach einer Corona Demonstration, an der zahlreiche Neonazis teilnahmen, wird ein Demonstrationsbeobachter vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus in einem Telegramkanal bedroht und beschimpft. Persönlichen Daten werden ebenfalls veröffentlicht.

Quelle: Sat 1