Im Landkreis Neustadt an der Waldnaab wurde der diesjährige Landratskandidat der Partei die Linke, Simon Escher-Herzog, während und auch nach dem Wahlkampf mehrfach angegriffen. Nach dem Aufhängen der Wahlplakate erhielt der Beratungsnehmer Anfang Februar einen Brief, in dem er wüst beschimpft und ihm mit Gewalt und Mord gedroht wurde, sollte er seine Kandidatur nicht zurückziehen. Außerdem wurde ein zerstochenes Wahlplakat mit seiner Person in seinem Garten platziert.
Nicht lange danach folgte nachts ein Steinwurf in das Schlafzimmer des Betroffenen. Der große Stein war in einen Zeitungsartikel über den Landratskandidaten gewickelt. Glücklicherweise war er nicht im Raum und konnte dem Angriff so entgehen. Diese sehr gewaltvollen Einschüchterungsversuche sollten darauf abzielen, den Politiker zum Rückzug zu bewegen. Doch Simon Escher-Herzog ließ sich davon nicht einschüchtern, trotz der sehr hohen Belastung. Auch eine Solidaritätskundgebung, organisiert durch das Oberpfälzer Bündnis für Toleranz und Menschenrechte, fand Ende Februar in Neustadt a. d. Waldnaab statt.
Nach dem Einzug in den Kreistag ging es weiter. Anfang April beschmierten Unbekannte die Gartenmauer des Politikers mit einer erneuten massiven Drohung.
Es wurden Anzeigen wegen Bedrohung mit Verbrechenstatbestand, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch gestellt.
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