Wir erinnern an den rechtsterroristischen und rassistischen Anschlag auf das Olympia-Einkaufszentrum, der am 22.07.2016 in München verübt wurde. Neun Menschen wurden getötet. Wir gedenken Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ.
Fünf Menschen wurden von dem 18-jährigen Täter durch Schüsse verletzt. Viele weitere verletzten sich außerdem bei der Flucht oder bei Paniken, die an verschiedenen Orten der Stadt ausbrachen. Lange bewerteten die Ermittlungsbehörden die Tat als Amoklauf und ignorierten den rechten Hintergrund. Und das, obwohl die rechtsextremistische Gesinnung des Täters schnell bekannt war. Erst im Jahr 2019 stufte das Landeskriminalamt den Anschlag offiziell als Politisch motivierte Kriminalität-rechts ein. Ein Jahr später wurde die Inschrift am Denkmal für die Opfer geändert. Nun steht dort: „In Erinnerung an alle Opfer des rassistischen Attentats vom 22.7.2016“.
Zehnter Jahrestag – Seit 10 Jahren offene Fragen
Die Initiative „München erinnern!“ ruft dazu auf, Angehörige und Überlebende zu unterstützen:
Seit 10 Jahren kämpfen Angehörige und Überlebende um Aufklärung. Dabei richten sich viele Fragen an die Polizei und deren Ermittlungen sowie ob die erkämpfte nachträgliche Einordnung der Tat neue Ermittlungen ausgelöst hat.
Gedenkveranstaltung am 22.07.2026 um 16 Uhr am OEZ
Demonstration am 19.07.2026 um 14 Uhr – Symbolische Übergabe der Fragen sowie die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss an den Landtag
Außerdem wurde die Kampagne „Noch immer viele offene Fragen“ veröffentlicht: Fragen an die Ermittlungen, an das Ernstnehmen von rechtem Terror und an das Erinnern. Die Initiative ruft dazu auf, die Fragen zu streuen. Sie sollen im digitalen als auch im analogen Raum verbreitet werden. Sharepics sind auf der Webseite zu finden, Plakate können zugeschickt werden.










