Wir erinnern an Theodoros Boulgarides, der am 15.06.2005 in seinem Geschäft im Münchner Westend von der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ erschossen wurde.
Erst kurz zuvor hatte der zweifache Familienvater mit einem Geschäftspartner den Schlüsseldienst eröffnet. Für seine Familie und seine Freunde wurden die Mord-Ermittlungen zur Tortur. Statt einen rechten Tatzusammenhang zu untersuchen, verdächtigte die Polizei über Monate das persönliche Umfeld des Mordopfers und suchte das Motiv in der organisierten Kriminalität. Die Familie wurde infolge der Anschuldigungen ausgegrenzt, ihr gesellschaftliches Umfeld brach weg. Dies verdeutlicht erneut die fatalen Folgen der rassistischen Täter-Opfer-Umkehr, die die Ermittlungen im gesamten NSU-Komplex prägt.
An der Hauswand des Tatorts in der Trappentreustraße erinnert heute eine Gedenktafel an Theodoros Boulgarides.
Solidaritätsfestival
Am 20. Juni ab 15 Uhr lädt die Familie von Theodoros Boulgarides gemeinsam mit der Stadt München zu dem Solidaritätsfestival „VOICES UNITED – In Gedenken an Theodoros Boulgarides und alle Opfer des NSU ins Feierwerk ein.
kostenfrei & barrierefrei
Weitere Informationen unter muenchen-erinnern.de










