Wir erinnern an den Doppelmord an dem Rabbiner und Verleger Shlomo Lewin und seiner Lebensgefährtin Frida Poeschke, der am 19.12.1980 in ihrem Wohnhaus in Erlangen von einem Mitglied der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ verübt wurde.
Die Ermittlungen in dem Fall fokussierten sich zunächst auf angebliche kriminelle Machenschaften des ermordeten Shlomo Lewin und dessen Umfeld. Dabei gab es starke Beweise dafür, dass das Paar von Anhängern der neonazistischen Vereinigung „Wehrsportgruppe Hoffmann“ ermordet wurde.
Bis heute ist die Tat nicht völlig aufgeklärt. Die Ermittlungen führten schließlich zur „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Am Ende des 186-tägigen Prozesses galt ein zu diesem Zeitpunkt verstorbenes Mitglied der WSG als Einzeltäter. Beweise für eine Mittäter*innenschaft des Gründers der Wehrsportgruppe sowie seiner Lebensgefährtin wurden durch das Gericht nicht ernstgenommen.
Das antisemitische Motiv der Morde wurde völlig verkannt. Sowohl die Reaktionen der Mehrheitsgesellschaft als auch die polizeilichen Ermittlungen im Umfeld der Ermordeten waren von antisemitischen Stereotypen geprägt.
Diese antisemitischen Morde und ihr rechtsterroristischer Hintergrund dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Der Einsatz von Shlomo Lewin und Frida Poeschke für jüdisches Leben, gegen Neonazis und Antisemitismus dürfen nicht in Vergessenheit geraten.
Gedenken
Geplant ist für den 19.12.2025 eine Podiumsdiskussion. Die Demonstration/Kundgebung soll am 20.12.2025 stattfinden.
Aktuelle Infos findet ihr auf der B.U.D. Webseite bzw. bei der @initiative.kritisches.gedenken bei instagram.
Was bleibt, wenn es gewesen ist? – Erinnerungsraum und Ausstellung
Noch bis 20.12.2025 – kritischesgedenken.de/










