Wir erinnern an Andreas Ostermeier, der am 22.06.1966 in einem Gasthaus im bayerischen Dorfen im Alter von 63 Jahren ermordet wurde. Ein damals 70-Jähriger beschimpfte Andreas Ostermeier zunächst aufgrund seiner politischen Gesinnung und erstach ihn anschließend.
Andreas Ostermeier arbeitete in einer Ziegelei, bis er durch einen Unfall im Alter von 18 Jahren den rechten Unterarm verlor. Danach bestritt er seinen Lebensunterhalt als Händler und Hausierer. Schon früh hatte er sich in der Kommunistischen Partei (KPD) engagiert und wurde Ortsgruppenleiter. Den NS-Terror überlebte er zwar, auch wenn er zeitweilig in „Schutzhaft“ war und auf der städtischen Liste „offenkundiger Staatsfeinde“ auf dem ersten Platz stand. Doch 20 Jahre nach Kriegsende wurde er im Zusammenhang mit seiner politischen Gesinnung ermordet. Dass der Fall öffentlich geworden ist, ist der Geschichtswerkstatt Dorfen zu verdanken.
Erinnerung an Klaus-Peter Beer
Wir erinnern an Klaus-Peter Beer, der in der Nacht zum 07.09.1995 in Amberg von zwei Neonazis körperlich angegriffen und schwer verletzt in die Vils geworfen wurde. Klaus-Peter Beer wurde aus LGBTIQ*-feindlichen Motiven heraus ermordet. Erst seit Anfang 2021 wird er offiziell als Opfer...




