Wir erinnern an das Oktoberfestattentat, das am 26.09.1980 in München verübt wurde. Der Bombenanschlag ist der bisher schwerste rechte Terrorakt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Insgesamt wurden 13 Menschen dabei getötet, darunter auch der Täter, und 221 Menschen zum Teil schwer verletzt.
Wir erinnern an Gabriele Deutsch, Robert Gmeinwieser, Axel Hirsch, Markus Hölzl, Paul Lux, Ignatz Platzer, Ilona Platzer, Franz Schiele, Angela Schüttrigkeit, Errol Vere-Hodge, Ernst Vestner und Beate Werner.
In den Ermittlungen zur Tat wurde lange an der Einzeltäterthese festgehalten, obwohl der Täter in rechten Strukturen vernetzt war. Auch die rechte Tatmotivation wurde lange nicht anerkannt – erst bei erneuten Ermittlungen in den Jahren 2014-2020 wurde von der Bundesanwaltschaft offiziell anerkannt, dass es sich bei dem Attentat um einen rechten Terroranschlag handelte. Bei diesen Ermittlungen wurden Vermutungen über Mittäter*innen weder belegt noch ausgeschlossen – viele Fragen sind bislang unbeantwortet.
Gedenken:
Dieses Jahr jährt sich das Attentat zum 45. Mal. Die DGB Jugend München organisiert die Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung am 26.09. und will den Opfern und Betroffenen des Oktoberfest-Attentats von 1980 gedenken.
26. September 2025 um 09:30 Uhr am Denkmal (Haupteingang zur Theresienwiese)
Die DGB-Jugend München schreibt:
„Auch in diesem Jahr wird die DGB Jugend München wieder am 26.09. den Opfern und Betroffenen des Oktoberfest-Attentats von 1980 gedenken.
Am 26.09.2025 jährt sich zum 45. Mal das Attentat auf das Oktoberfest von 1980 – der größte rechtsterroristische Anschlag der bundesdeutschen Geschichte. Ein Attentat, bei dem nicht nur 12 Menschen ermordet und Hunderte verletzt wurden, von denen viele bis heute unter ihren Verletzungen leiden. Sondern auch ein Attentat, bei dem unzählige Angehörige, Familien und Freund*innen mit den Betroffenen mitgelitten haben und immer noch leiden.
Die diesjährige Gedenkveranstaltung soll sich daher mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Gedenkens beschäftigen.
Wir wollen einen Blick zurückwerfen und uns die Frage stellen, warum junge Menschen die Verantwortung für das Gedenken an die Opfer des rechten Terrors übernommen haben oder auch übernehmen mussten.
Wir wollen uns aber auch die Fragen stellen:
Warum gedenken wir heute? Was wollen wir in Zukunft erreichen? Wo findet Gedenken noch zu wenig statt? Welche rechten Strukturen gibt es und wo gibt es Verbindungen zu anderen rechtsterroristischen Anschlägen?
Das jährliche Gedenken hat das Ziel, dass die Stadtgesellschaft die Überlebenden, ihre Angehörigen und die Opfer nicht vergisst. Es ist die Aufgabe der Jugend die Erinnerungen am Leben zu erhalten, damit wir nicht vergessen und uns erinnern.
Denn erinnern heißt kämpfen!“




