Gemeinsam mit den Angehörigen des Ermordeten Fatih Saraçoğlu und dem Künstler Jonas Höschl wurde am 20. März 2026 am Schwanenplatz in Regensburg ein Schild mit dem Namen “Fatih-Saraçoğlu-Platz” angebracht. Drei Monate soll Fatihs Name dort insgesamt sichtbar sein.
Sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau hat die Stadt Regensburg, als Heimatort Fatihs, noch immer keinen angemessenen Gedenkort geschaffen und auch die Forderungen der Angehörigen lange überhört. Mit dieser künstlerischen Intervention soll ein Zeichen gesetzt werden und folgende Fragen an die Stadt Regensburg gerichtet werden: Wie soll mit Erinnerung und Gedenken im Kontext rassistischer Morde und deren Kontinuität umgegangen werden? Wie können die Angehörigen mit ihrem Schmerz und ihren Wünschen endlich gehört werden? Es braucht auch solidarische Menschen vor Ort!
Die Kunstaktion hat mittlerweile schon eine Veränderung bewirkt. Gemeinsam mit Menschen aus der Stadt, den Angehörigen sowie B.U.D. gab es nun in der vergangenen Woche ein erstes Treffen, um sich auszutauschen, mit den Betroffenen über ihre Wünsche zu sprechen und gemeinsam zu überlegen, welche Schritte nun erfolgen können, um unter anderem einen dauerhaften Erinnerungsort zu schaffen.




